Schwermetalle allgemein

Metalle und Schwermetalle sind ein fester Bestandteil der natürlichen Umwelt.

Durch das Eingreifen der Menschheit wurden und werden Metalle umverteilt, konzentriert und chemisch verändert, wodurch ihre Giftwirkung deutlich gesteigert wird.

 

Durch den täglichen BERGBAU, LANDWIRTSCHAFT, INDUSTRIE, VERKEHR, KRIEGE und JAGD (mit bleihaltiger Munition), sowie durch Konsumgüter und Arzneimitteln, die Schwermetalle enthalten und als Müll enden, werden Luft, Wasser, Boden, Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere und Menschen mit Schwermetallen belastet und vergiftet.

 

Die Auswirkung von Schwermetallen auf den menschlichen Organismus werden durch verschiedene Wissenschaftler im In- und Ausland erforscht. Leider wird dieses Wissen zu wenig im täglichen medizinischen Alltag berücksichtigt - oder haben SIE schon einmal gehört, dass bei hohem Blutdruck nach einer Blei- oder Quecksilberbelastung des betroffenen Patienten gesucht wird??

 

Man geht davon aus, dass jeder Europäer täglich durchschnittlich über 750 ug Schwermetalle durch Trinkwasser, Luft, Nahrungs- und Genussmittel aufnimmt.

(Durchnittswert: Stand 2007)

Eine kleine Übersicht über die häufigsten Metalle

Aluminium

 

Aluminium zählt zu den -Leichtmetallen-, und ist das am häufigsten vorkommende Metall auf der Erde. Es ist ein sehr reaktives Element und wird nie ungebunden in der Natur vorgefunden. Meist trifft man Verbindungen von Aluminium mit Sauerstoff, Silizium und Fluor an, die Minerale (Saphire, Rubine,....), Steine (besonders Eruptivgesteine) und Tone bilden.

 

Industrielle Anwendung:

Häufige Verwendung findet Aluminium zur Herstellung von Getränkedosen, Töpfen, Pfannen, Fahrrädern, Felgen, Flugzeugen, Alufolie, u.v.m.

 

Aufnahme:

Ein Großteil wird über die Nahrung aufgenommen, die Belastung aus Luft und Wasser ist demgegenüber geringer.

 

Quellen für Aluminiumaufnahme:

  • Wasser

  • E 173, E 520, E 521, E 522, E523, E 541, E 554, E 555, E 556, E 559 sind Zusatzstoffe für Backtriebmittel und Trägerstoffe für Lebensmittelfarbstoffe,

  • Festigungsmittel für Obst und Gemüse

  • Saure Lebensmittel in Kontakt mit aluminiumhaltiger Verpackung (Obstsäfte, Cola, Energytrink, ........)

  • Bier, Wein, Säfte, .....

  • Sojamilch

  • Impfstoffe

  • Medikamente

  • Deodorant u.v.m.

 

Mögliche Auswirkung:

  • Atemwege: Chronischer Husten, Lungenfibrose, Nervensystem, Konzentrationsstörungen, Koordinationsstörungen, verzögerte Reaktionszeit, Depressive Stimmung, Müdigkeit

  • Haut: Dermatitis (Als Dermatitis wird eine entzündliche Reaktion der Haut bezeichnet)

  • Skelettsystem: Reduzierte Phosphataufnahme mit Knochenwachstumsstörungen bei Kindern, Osteomalazie (Die Osteomalazie ist eine schmerzhafte Knochenerweichung bei Erwachsenen)

  • Krebs: Lungen-, Blasen- Lymphdrüsenkrebs, Tumoren des blutbildenden Systems

 

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Arsen

 

Das Geruchs- und geschmacklose Arsen ist eine der giftigsten Substanzen auf der Erde. Ein Grund warum es im Mittelalter und in der Renaissance als Mordgift missbraucht wurde. Auch in der Therapie von Krankheiten wurden Arsenverbindungen als Medikament zum Beispiel bei Schuppenflechte und die Syphilis eingesetzt.

 

Vorkommen:

Verwendung als Pestizide und Herbizide in der Landwirtschaft ist in Deutschland zwar nicht mehr zulässig (Deutschen Düngemittelverordnung ist jedoch ab einem Gehalt von 20 mg As/kg TM eine Kennzeichnung und ab einem Arsen-Gehalt von 40 mg/kg TM ein Verbot für das Inverkehrbringen von Kultursubstraten vorgesehen) wobei es in Österreich keine Grenzwerte gibt!!!!

Ein ähnlicher Grenzwert wird derzeit in Österreich diskutiert.

Weiterst als wachstumsförderndes Mittel in der Schlachttierhaltung und Geflügel.

Neues und wachsendes Anwendungsgebiet ist die Computerindustrie (Herstellung von Halbleitern)

 

Quellen für die Aufnahme von Arsen:

  • Trinkwasser

  • Mineralwasser

  • Hühnereier

  • Fisch

  • Muscheln

  • Weitere Meeresfrüchte u.v.m.

 

Mögliche Auswirkung:

  • Magen-Darm-Trakt: wässrige Durchfälle, Krämpfe, starke Schmerzen

  • Herz-Kreislauf-System: Herzrhythmusstörungen, EKG Veränderungen, Bluthochdruck, Kapillarschädigung. Kreislaufschock

  • Nervensystem: Kopfschmerzen, Verwirrung, Halluzinationen, epileptische Anfälle, Koma

  • Leber: toxische Leberschädigung

  • Krebs: Haut-, Leber-, Lunge- und Harnblasenkrebs

Um nur einige zu nennen.

 

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Blei

 

Blei ist ein Schwermetall, das natürlich in der Erdkruste vorkommt. Es wird selten als reines Metall vorgefunden. Meist findet man es zusammen mit 2 oder 3 anderen Elementen in Form unterschiedlicher Bleiverbindungen.

 

Vorkommen:

 

Blei und Bleilegierungen finden Verwendung in Rohren, Leitungen, Autobatterien, Gewichten, Kugeln, Munition, Kabelüberzügen, Material im Strahlenschutz, Farbpigmente, Farbstoffe u. v. m.

 

Man schätzt, dass die Umweltbelastung mit Blei durch Menschenhand in den letzten 3 Jahrhunderten um mehr als das 1000-fache angestiegen ist.

Der größte Anstieg zwischen den Jahren 1950-2000.

 

Beispiel: 1979 in den USA 94,6 Millionen Kg Blei aus den Autoabgasen - 1989 dank der Einschränkung von Bleihaltigen Benzin auf 2.2 Millionen Kg reduziert.

Jagd in Deutschland jährlich 1.500.000 Kg durch Bleischrot

 

Quellen für die Aufnahme von Blei:

  • Trinkwasser

  • Wildfleisch

  • Fischmehl als Futtermittel (Hühnereier,....)

  • Gülledüngung (Gemüse, Trinkwasser, ......)

  • Milch, kann die Bleiaufnahme erhöhen

  • Exotische Heilkräuter u.v.m.

 

Mögliche Auswirkung:

 

Die gesundheitsschädigende Wirkung von Blei kann bereits bei relativ geringen Mengen auftreten.

  • Blutgefäße: Bluthochdruck, Folgeschäden an Herz und Gehirn

  • Knochen/Skelettsystem: Osteoporose, Karies, verminderte Kiefermineralisation, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen

  • Psyche: Depression, Tendenz zum Selbstmord bei jugendlichen

  • Fortpflanzung: Unfruchtbarkeit, Fehlgeburten, Totgeburten, Frühgeburten, Schädigung der Hoden, Verringerte Spermienzahlen, Eingeschränkte Spermienbeweglichkeit u.v.m.

 

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Quecksilber

 

Quecksilber kommt als Mineral der Erdkruste natürlicherweise in der Umwelt vor.

Durch Wind und Regen, Verwitterung und vulkanische Aktivität wird Quecksilber aus dem Gestein und der Erdkruste freigesetzt. Diese natürliche Quelle der Quecksilberzufuhr in die Umwelt ist während der letzten Jahrhunderte weitgehend konstant geblieben.

Doch die zunehmende Ausbeutung der natürlichen Ressourcen seit Beginn des Industriezeitalters hat zu einer deutlichen erhöhten Umweltbelastung mit Quecksilber geführt.

 

So schätzt man:

Luftbelastung mit Quecksilber 3-6 mal höher ist

Bodenbelastung, durch Menschenhand vergiftet, weisen eine bis zu 200.000 mal höhere Konzentration auf als unbelastete Böden.

 

Quellen für die Aufnahme von Quecksilber:

 

Jeder Mensch ist jeden Tag dem Quecksilber ausgesetzt, das im Wasser, Luft und Erdboden zu finden ist.

  • Trinkwasser

  • Luft

  • Boden

  • Amalgam (geschätzte tägliche Belastung zwischen 3-17 ug)

  • Impfungen

  • Algen

  • Fisch

  • Hühnereier

  • Quecksilberthermometer

  • Farben

  • Batterien

  • wilde Mülldeponien u. v. m.

 

Mögliche Auswirkung:

  • Atemwege: Husten, Brustschmerzen, Lungenödem, Tod durch Atemwegsversagen

  • Herz-Kreislauf-System: Bluthochdruck, beschleunigter Pulsschlag, Herzklopfen/ - rasen, Herzkrankheit, cerebrovaskulärer insuffizienz (zusammenfassender Begriff für Störungen der Blutversorgung des Gehirns)

  • Blutbildung: Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin), Erniedrigter Hämatokritwert

  • Muskel- /Skelettsystem: Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelzittern

  • Leber: Erhöhung der Leberenzyme, Hepatomegalie (Lebervergrößerung) u.v.m.

 

 

Weitere giftige Schwermetalle:

  • Cadmium

  • Kupfer

  • Nickel

  • Palladium

um nur noch einige zu nennen.

 

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